Olivia Trummer Biografie

Olivia Trummer wurde 1985 in Stuttgart in einer Musikerfamilie geboren. Mit 4 Jahren begann sie ihre klassische Klavierausbildung und entdeckte zeitgleich ihre Neugier, sich auch über Improvisation und Eigenkompositionen auszudrücken.

Nachdem sie ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet anfangs autodidaktisch entwickelt hatte, studierte sie parallel Jazzklavier und klassisches Klavier an der Musikhochschule in Stuttgart und schloss beides jeweils mit Auszeichnung ab.
Anschließend setzte sie ihr Jazzklavierstudium mithilfe eines Voll-Stipendiums des DAADs an der Manhattan School Of Music in New York im Rahmen eines Master-Studiums fort. Sie wurde vielfach ausgezeichnet (Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg 2010, Stipendium der Bruno-Frey-Stiftung 2010, Jazzpreis Ingolstadt 2014), war mehrmals Stipendiatin der Initiative Musik und wurde als Jazzkünstlerin des "stART"-Programms von Bayer Kultur in Leverkusen von 2013 bis 2016 gefördert.

Olivia tritt meistens als Bandleaderin mit eigenen Projekten in Erscheinung und hat ihre Musik in Deutschland sowie in den USA, Italien, Irland, England, Österreich, Frankreich, Polen, Tschechien, Russland und sogar in Saudi-Arabien zur Aufführung gebracht.
Sie ist in renommierten Konzerthäusern aufgetreten wie beispielsweise der Carnegie Hall, The Jazz Standard (NYC), Konzerthaus Berlin, Konzerthaus Wien, Beethovensaal Stuttgart, "Porgy & Bess" (Wien), National Concert Hall Dublin, "Pizza Express Live Soho" London und Schloss Elmau. Sie ist beim Londoner Jazzfest, dem "12points" Festival und dem "Cork Jazz Festival" in Irland, dem "Panorama Music Festival" in Italien, dem "Solo Piano Festival" in Prag, den "Theaterhaus Jazztagen" in Stuttgart, den "Ingolstädter Jazztagen" und vielen weiteren Festivals aufgetreten und war darüberhinaus auch bei einigen klassischen Musikfestivals zu Gast, wie beispielsweise bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Magdeburger Domfestspielen, dem Bachfest Stuttgart und dem Fränkischen Sommer.

Seit Oktober 2016 tourt Olivia mit Kurt Rosenwinkel, als festes Mitglied seines neuen Projekts "Caipi". Weitere Kollaborationen schließen Bobby McFerrin, Jimmy Cobb, Matt Penman, Obed Calvaire, die NDR Bigband, Wolfgang Haffner, Bodek Janke, Martin Gjakonovski, Jean-Lou Treboux, Zelia Fonseca, Nicola Angelucci, Matteo Bortone, Matthias Schriefl, Roland Guerin, Roland Satterwhite und Sebastian Studnitzky mit ein.

Olivia hat bisher sechs eigene Alben veröffentlicht, die unter anderem mit dem Viertelsjahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurden. Insbesondere ihr Album "Fly Now", aufgenommen in New York mit Matt Penman, Obed Calvaire und Kurt Rosenwinkel, erregte international Aufmerksamkeit: Olivia wurde zum Londoner Jazzfestival 2014 eingeladen, der Londoner Evening Standard kürte Fly Now zum "Jazz Album of the Week" und Olivia wurde in die Liste der "Artists To Look Out for in 2015" des Jazzwise Magazines aufgenommen.
Einige Songs des Albums wurden darüberhinaus vom Jazzchor Freiburg arrangiert sowie von Wolf Kerschek für Bigband bearbeitet und mit der NDR Bigband und Olivia als Solistin an Klavier und Stimme mehrmals aufgeführt. Auf ihrem sechsten Album "Classical To Jazz - One" besinnt sich Olivia auf ihre musikalischen Wurzeln und ihre klassische Klavierausbildung bei der sie von früher Kindheit an lernte, Musik übers Gehör zu erfassen. Die Musik des Albums ist von Klavierwerken von Bach, Mozart und Scarlatti inspiriert und bewegt sich frei im Spannungsfeld zwischen Klassik und Jazz.

Die Reihe "Classical To Jazz" findet ihre Fortsetzung in Form einer Auftragskomposition der Händelfestspiele Halle, für die Olivia G.F.Händels "Messias" im Quintett aus der Jazzperspektive ansteuert, zusammen mit Tim Garland, Gerard Presencer, Phil Donkin und Erland Dahlen. Die Uraufführung hiervon wird im Juni 2017 stattfinden.